Schilddrüsenunterfunktion Symptome, Ursachen und Behandlung

schilddrüsenunterfunktion

Unter einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) versteht man eine mangelhafte Hormonproduktion der Schilddrüse. Durch den Hormonmangel können die Stoffwechselprozesse im Körper nicht richtig arbeiten, weshalb es zu einer Verringerung der Leistungsfähigkeit kommt. Die Schilddrüsenunterfunktion gehört zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen. Alles Wichtige rund um die Symptome, Ursachen und Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion, erfahren Sie hier.

Schilddrüsenunterfunktion: Ursache und Verlauf

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann unterschiedliche Ursachen aufweisen. Man unterscheidet zwischen der angeborenen und erworbenen Schilddrüsenunterfunktion.

Eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion kann bereits im Mutterleib entstehen. Das Schilddrüsengewebe bildet sich in diesem Fall nur wenig oder gar nicht aus und ist somit nicht funktionsfähig. Eine Früherkennung einer Schilddrüsenunterfunktion bei Neugeborenen ist maßgeblich, denn nur so können beispielsweise geistige Behinderungen oder Wachstumsstörungen vermieden werden.

Anhand eines Neugeborenen-Screenings kann festgestellt werden, ob eine Unterfunktion der Schilddrüse vorliegt. Ist dies der Fall, wird das Neugeborene umgehend behandelt.

Eine erworbene Schilddrüsenunterfunktion kommt wesentlich häufiger vor und kann im Laufe des Lebens entstehen. Hierbei ist das ursprünglich funktionsfähige Schilddrüsengewebe zerstört. Ursachen hierfür sind vielfältig, wobei die häufigsten Gründe folgende sind:

Schilddrüsenentzündung, meist als Folge einer Autoimmunerkrankung, bei der die Schilddrüse als körperfremd angesehen wird und Antikörper produziert. Folglich wird Gewebe des Organs
zerstört, wodurch es zur Schädigung der Schilddrüse kommt

Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion durch eine Radiojodtherapie

Bestrahlung der Schilddrüse

Einnahme bestimmter Medikamente

Bei einer Schilddrüsenerkrankung an Hypothyreose wird keine ausreichende Menge der Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) produziert. Diese Hormone beeinflussen unter anderem den Sauerstoffverbrauch der Zellen, die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems und den Magen-Darm-Trakt.

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Abbildung 1: Häufige Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sind Müdigkeit und depressive Verstimmungen

Schilddrüsenunterfunktion: Symptome

Leiden Kinder oder Neugeborene unter einer Schilddrüsenunterfunktion, ist sowohl die körperliche als auch die geistige Entwicklung verzögert. Neugeborene, bei denen eine Hypothyreose festgestellt worden ist, weisen neben einer langen Neugeborenengelbsucht, eine verlangsamte Herzfrequenz und eine lange Zunge auf. Zudem trinken und bewegen sich betroffene Babys sehr wenig, schlafen dafür sehr viel.

Kinder mit einer unbehandelten Schilddrüsenunterfunktion sind häufig kleinwüchsig und leiden oft an Übergewicht. Typisch sind zudem das Eintreten von Sprachstörungen sowie das verzögerte Eintreten der Pubertät.

Bei Erwachsenen sind Schilddrüsenunterfunktion Symptome schon schwieriger zu erkennen. Häufig sind auftretende Symptome sehr unspezifisch, weshalb die Erkrankung von vielen erst spät erkannt wird. Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Konzentrationsstörungen sowie Kältegefühl sind einige Symptome, die auf eine Schilddrüsenunterfunktion hinweisen können. Zudem leiden Betroffene häufig unter einer Gewichtszunahme, haben höhere Blutwerte und können Muskelschwäche aufweisen.

Schilddrüsenunterfunktion: Ernährung, Vorbeugung und Behandlung

Einer Schilddrüsenfunktion aktiv vorzubeugen, ist im Regelfall nicht möglich, es sei denn die Unterfunktion wird durch einen Jodmangel ausgelöst. In diesem Fall ist es erforderlich, auf eine ausreichend hohe Jodzufuhr zu achten. Größere Mengen an Jod sind unter anderem in Seefisch und Muscheln, Milchprodukten, Kiwi, Spinat und Rindfleisch enthalten.

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Insbesondere sollten Schwangere oder stillende Mütter viel Jod zu sich nehmen, da sie einen erhöhten Jodbedarf aufweisen. Nach Absprache mit dem Arzt können zusätzlich Jodpräparate eingenommen werden.

Eine Hypothyreose kann ausschließlich medikamentös behandelt werden. Hierfür muss der Betroffene jodhaltige Schilddrüsenhormone einnehmen, die den Hormonhaushalt ausgleichen und damit den Stoffwechsel regulieren. In der Regel ist eine lebenslange Einnahme der Medikamente notwendig.

Die Behandlung mit den Hormonen erfolgt gewöhnlich mit einer niedrigen Dosis, welche nach einiger Zeit gesteigert wird. Zudem sind regelmäßige Blutuntersuchungen erforderlich, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

Abbildung 2: Bei Jodmangel eignen sich Muscheln sehr gut, um einer Schilddrüsenunterfunktion vorzubeugen

Das können Sie bei einer Schilddrüsenunterfunktion noch tun

Unterstützend zur medikamentösen Behandlung, können Betroffene auf bestimmte Lebensmittel setzen, die die Schilddrüsenfunktion verbessert. Hierzu zählen unter anderem Samen, wie beispielsweise Leinsamen, Sesam und Chiasamen. Diese Samensorten liefern nicht nur viel Energie, sondern regeln zudem die Schilddrüsenfunktion.

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Abbildung 3: Chia Samen regeln die Schilddrüsenfunktion

Eine Verbesserung der Schilddrüsenunterfunktion zeigt sich auch bei der regelmäßigen Einnahme von Kokosöl. Dieses ist reich an Vitaminen, Mineralstoffe und Enzymen und stärkt somit das Immunsystem. Darüber hinaus verbessert Kokosöl die Verdauung und der Cholesterinspiegel kann damit reguliert werden.

Lebensmittel, die Omega-3-Fettsäuren enthalten, sind ebenfalls gut für die Schilddrüse, da sie eine Verlangsamung der Schilddrüsenfunktion vermindern. Omega-3-Fettsäuren sind unter anderem in Fischarten, wie Lachs, Stockfisch oder Makrelen zu finden. Auch Nüsse weisen einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren auf.

Sollten Sie jedoch Medikamente zur Blutgerinnung einnehmen, ist ein erhöhter Konsum an Omega-3-Fettsäuren nicht ratsam, da es das Risiko an Blutverlust steigern kann. Sollten Sie nicht genau wissen, wieviel Omega-3-Fettsäuren Sie zu sich nehmen dürfen, lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem Arzt beraten.

 

Schilddrüsenunterfunktion: Homöopathie

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion kann eine Behandlung mit homöopathischen Mitteln sinnvoll sein. Bevor Sie sich jedoch für eine homöopathische Substanz entscheiden, sollte die Behandlung vorher mit einem Arzt abgeklärt werden.
Flor de Piedra eignet sich zur unterstützenden Behandlung sowohl bei einer Überfunktion als auch bei einer Unterfunktion der Schilddrüse. Besteht eine Unterfunktion der Schilddrüse, wird Flor de Piedra in der Potenzierung D6 eingenommen. Dreimal täglich werden je fünf Globuli kurmäßig eingenommen, wobei die Einnahme über drei Wochen mit anschließender einwöchiger Pause erfolgt. In diesem Rhythmus wird die Einnahme von Flor de Piedra fortgeführt.

Bei hormonellen Störungen der Schilddrüse kommt meist das Mittel Thyreoidinum zum Einsatz. Diese homöopathische Mittel kann in Kombination mit Flor de Piedra eingenommen werden. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse hat sich Thyreoidinum D6 bewährt. Nehmen Sie hiervon dreimal täglich je fünf Globuli.

Als gute Alternative zu den bereits genannten Mitteln eignet sich zudem Graphites D12. Hiervon sollten in kurmäßiger Anwendung jeweils zweimal täglich fünf Globuli eingenommen werden.

flor-de-piedra

Thyreoidinum

graphites d12

 

 

 

 

 

Abbildung 4: Flor de piedra                                  Abbildung 5: Thyreodinum D6                       Abbildung 6: Graphites D12

Homöopathische Mittel können Sie bequem bei Apoly bestellen. Die Lieferung der Medikamente erfolgt innerhalb von 24 Stunden.

Fazit

Bei regelmäßiger Einnahme der Medikamente sind Betroffene genauso leistungsfähig wie gesunde Menschen und weisen die gleiche Lebensdauer auf. Leiden Menschen unter einer angeborenen Unterfunktion ist der Behandlungserfolg von einem frühestmöglichen Behandlungsbeginn abhängig.

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